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Freitag, 17. Oktober 2014, 12:05

Das ist doch schon länger bekannt.Was man bei Wiki getan hat,ist,das man es an neueren Studien angeglichen hat.
Das die Krebsraten übertrieben wurden ist doch wiederlegt.Ich habe bis jetzt keinen einzigen Beleg gefunden,der durch Snus Mundhöhlen-Speiseröhren-oder Magenkrebs hervorgerufen hat.Wenn doch,dann lag es eindeutig an der Veranlagung.Snu Snu hat das mal in einem Post sehr gut beschrieben.Finde ihn leider nicht mehr.
Falls jemand einen Beleg für diese Krebsarten findet,aber bitte seriös,dann kann er mich ja eines besseren belehren.


bei snus ist das länger "bekannt", bei dip hab ich selbst auch mal sporadisch gesucht und da war es nicht so einfach ne große studie zu finden, die klare ergebnisse geliefert hat..

von man kriegt auf jedenfall krebs bis so harmlos wie kaugummi kauen war alles dabei :D
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Snu Snu

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Freitag, 17. Oktober 2014, 12:21

Das einzige was doch bisher festgestellt wurde ist eine scheinbare Verdopplung des Bauchspeicheldrüsenkrebsrisiko was nun nicht gerade dramatisch ist. Und auch hier ist dies lediglich eine Vermutung dessen Zusammenhang bisher noch nicht belegt werden konnte.

Krebs ist wirklich die letzte Sorge die ich mir beim Snusen mache. Eher mache ich mir immer wieder Gedanken um mein Zahnfleisch und meine Zähne.

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Freitag, 17. Oktober 2014, 12:51

Das einzige was doch bisher festgestellt wurde ist eine scheinbare Verdopplung des Bauchspeicheldrüsenkrebsrisiko was nun nicht gerade dramatisch ist. Und auch hier ist dies lediglich eine Vermutung dessen Zusammenhang bisher noch nicht belegt werden konnte.

Krebs ist wirklich die letzte Sorge die ich mir beim Snusen mache. Eher mache ich mir immer wieder Gedanken um mein Zahnfleisch und meine Zähne.



geht mir genauso... Zahnfleischrückgang und Zahnverfärbung sind auch meine Hauptaugenmerke...
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24

Freitag, 17. Oktober 2014, 13:08

Das einzige was doch bisher festgestellt wurde ist eine scheinbare Verdopplung des Bauchspeicheldrüsenkrebsrisiko was nun nicht gerade dramatisch ist. Und auch hier ist dies lediglich eine Vermutung dessen Zusammenhang bisher noch nicht belegt werden konnte.

Krebs ist wirklich die letzte Sorge die ich mir beim Snusen mache. Eher mache ich mir immer wieder Gedanken um mein Zahnfleisch und meine Zähne.


Hier ist ein guter Überblick über die aktuellen Studien zum Thema "Snus und Gesundheit".

Ja, die These, dass Snus-Konsum das Risiko von Pankreaskarzinomen erhöht ist deshalb umstritten, weil hier die Gruppen in der Auswertung nicht sauber voneinander getrennt wurden: Während der beiden Langzeit-Studien in Norwegen und Schweden, die dieses Risiko untersucht haben, hat es jeweils Gruppen von Snusern gegeben, die zuvor Raucher gewesen waren. Diese hatten in der Tat ein erhöhtes Risiko, anders als die Snuser die zuvor nicht geraucht hatten. Wenn man diesen Punkt vernachlässigt, kann man zu dem Schluss kommen, dass Snus das Risiko einer Bauchspeicheldrüsenkrebserkrankung erhöht.

Aus der oben verlinkten Quelle:

"In 2008, Boffetta published a meta analysis (abstract here) in which he claimed that snus use is a risk factor for pancreas cancer. He cited two studies, one from Norway (here) and another from Sweden (here). The Norway study reported a risk increase among all snus users (Relative Risk = 1.7, Confidence Interval = 1.1 – 2.5) but not for a subset of snus users who were never smokers (RR = 0.9, CI = 0.2 – 3.1). The Swedish study reported exactly the opposite: There was virtually no risk among all snus users (RR = 0.9, CI = 0.7 – 1.2), but the subset of snus users who never smoked had an increased risk (RR = 2.0, CI = 1.2 – 3.3).

Dr. Boffetta chose only to use the elevated risks, even though they were from different groups. As Lee points out, “For pancreatic cancer, Boffetta cited only the increases for never smokers from the [Swedish] study and for the whole population from the [Norwegian] study, not mentioning the lack of increase for the whole population for the construction workers and for never smokers for the Norway cohorts.”" (Hervorhebung von mir)

Zum Thema Zahngesundheit eine Meta-Analyse:

"Periodontal and gingival diseases: Two of four studies report a significant association of snuff with attachment loss and four out of eight with gingival recession. Snuff is not clearly related to gingivitis or periodontal diseases. Limited evidence suggests chewing tobacco is unrelated to periodontal or gingival diseases.Tooth loss: Swedish studies show no association with snuff, but one US study reported an association with snuff, and another with chewing tobacco. Dental caries: Evidence from nine studies suggests a possible relationship with use of smokeless tobacco, particularly chewing tobacco, and the risk of dental caries."

Hinzu kommt das Problem von verändertem Zahnfleischgewebe bis hin zu gutartigen Geschwüren. Das Risiko dafür ist allerdings abhängig von Dosis, pH-Wert, Nikotingehalt und Nutzungsdauer. Je mehr von diesen Faktoren (also höherer Nikotin-Gehalt, höherer pH-Wert etc.), desto größer das Risiko. Aber: Diese Geschwüre und Veränderungen bilden sich von allein wieder zurück und stehen nicht in Verbindung mit Mundhöhlenkrebs.

"Oral mucosal lesions: Thirty-three epidemiological studies consistently show a strong dose-related effect of current snuff on oral mucosal lesion prevalence. In Scandinavia, users have a near 100% prevalence of a characteristic "snuff-induced lesion", but prevalence of the varied lesions reported in the USA is lower. Associations with chewing tobacco are weaker. The lack of clear association with former use suggests reversibility following cessation, consistent with experimental studies showing rapid lesion regression on quitting."

Fazit:

Eventuell leicht gesteigertes Risiko, an Pankreaskrebs zu erkranken (Faktor 2) - eventuelle Zahnfleischprobleme, die von mehreren Nutzungsfaktoren abhängen und bis auf Zahnfleischrückgang reversibel sind.

Also: Nicht 24/7 snusen, immer schön die Zähne putzen, Zunge reinigen und eine gute Mundspülung benutzen. ;) Wie immer also eine Lösung des gesunden Menschenverstandes. Wenn es Probleme gibt, ab zum Arzt, Situation schildern und auf dessen Rat hören. (Nicht auf meinen... :P )

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25

Freitag, 17. Oktober 2014, 13:14

geht mir genauso... Zahnfleischrückgang und Zahnverfärbung sind auch meine Hauptaugenmerke...


Hast du in dieser Hinsicht bereits Veränderungen bei dir festgestellt? (Falls ja: Wie lange snust du bereits?)

Ich achte auch speziell auf Zahnfleischrückgang - schon seit ich mit dem Snusen angefangen habe. Bisher habe ich keinen solchen festgestellt. Da ich zuvor geraucht habe, sind meine Zähne nun heller als vorher... ;)

mikky

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Freitag, 17. Oktober 2014, 13:50

In dem von mir zitierten Artikel geht es ausschließlich um Dip und Chew. Die sollen ja nach herkömmlicher Meinung viel gefährlich sein als Snus.

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Freitag, 17. Oktober 2014, 14:45

geht mir genauso... Zahnfleischrückgang und Zahnverfärbung sind auch meine Hauptaugenmerke...


Hast du in dieser Hinsicht bereits Veränderungen bei dir festgestellt? (Falls ja: Wie lange snust du bereits?)

Ich achte auch speziell auf Zahnfleischrückgang - schon seit ich mit dem Snusen angefangen habe. Bisher habe ich keinen solchen festgestellt. Da ich zuvor geraucht habe, sind meine Zähne nun heller als vorher... ;)


ich snuse jetzt seit würde sagen spätestens Januar 2013 täglich (4-10 Snus am Tag). Hatte damals n Foto vom Zahnfleisch geschossen, würde sagen es hat sich nicht wirklich was geändert, da ist mir auf jedenfall nichts so speziell aufgefallen.. Ich hab wohl net die beste Zahnputztechnik und schon so etwas Rückgang.

Verfärbung ist mir aufgefallen. Nichts gravierendes, aber n braunstich im Vergleich zu letztem Jahr.. Muss auch mal mehr auf Zahnpflege achten, da war ich schon immer etwas faul :D Dazu muss ich sagen, dass ich nichtmal so snuse, dass der Saft läuft (was ja viele wenn nicht sgar die meisten so tun..) Würde ich so snusen glaube ich, dass die verfärbung ne ganze ecke stärker wäre...

grüße
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Eingestirn

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Freitag, 17. Oktober 2014, 18:38

In dem von mir zitierten Artikel geht es ausschließlich um Dip und Chew. Die sollen ja nach herkömmlicher Meinung viel gefährlich sein als Snus.


Naja, prinzipiell ist es ja schon so, das gerade Dip zum Teil deutlich erhöhte Nitrosamin- und PAH-Werte im Vergleich zu Snus oder Chew hat. Das man daraus nun ein höheres Gefahrenpotential ableitet ist nicht unbedingt realitätsfern, wenn man keine belastbaren Daten hat.
Es ist aber gut zusehen, dass der Konsum der Summe dieser Schadstoffe keine signifikanten und durch das Grundrauschen hervorstechenden gesundheitliche Folgen hat.

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29

Freitag, 17. Oktober 2014, 19:58

Ich habe mal etwas zu Odens und TSNA recherchiert, da GNT ja bekanntlich das traditionelle Fermentationsverfahren und keine (Dampf-)Pasteurisation verwendet.

Laut Aussage eines GNT-Mitarbeiters (Adrian) auf snuson.com lässt sich dieses Verfahren folgerndermaßen zusammenfassen:

"GN Tobacco are using the traditional manual fermentation process with heating room fermentation. This is unique for GN as the competitors are using a fully automatic process where they are speeding up the process by using steam, so that the fermentation is done very fast. GN´s process is around one week of fermentation wich is one of the reasons that GN has the markets lowest levels of TSNA in the portion snus."

Diese Angabe in Bezug auf den TSNA-Gehalt von Odens Snus habe ich auch noch in einem anderen Zusammenhang gefunden. Da die Marke Odens erst seit 2009 existiert, gab es einige Zweifel an der Qualität und der diesbezüglichen Vergleichbarkeit der TSNA-Werte mit z.B. SM.

Ein mögliches Problem könnte theoretisch der o.g. Fermentationsprozess sein: Bestünde der Verdacht, dass die Pasteurisation mehr Mikroorganismen, die für die anschließende Produktion der TSNA verantwortlich sind, abtötet, könnte der TSNA-Gehalt von Odens Snus im Laufe der Lagerung zunehmen und Level erreichen, die nicht mehr als empfehlenswert zu bezeichnen wären. Allerdings nimmt der GNT-Mitarbeiter Adrian in seinem Beitrag darauf Bezug, in dem er schreibt:

"Until that time all Swedish Snus production was fermented above 60 Decrease Celcius and stored for around a week heating storages. The unique quality of Swedish Snus (=wet snus) is due to the manufacturing process (fermentation), which inactivates the main part of micro-organism that may exist. The process also minimizes the risk for formation of TSNA (tobacco specific nitrosamines) during the production."

Larry Waters von SnusCentral hat von GNT die Laborergebnisse von Odens, die Eurofins ermittelt hat, vorgelegt bekommen, die diese Aussagen mit Zahlen unterlegen:

"Gevorg Nalbandyan, an officer of both Gajane and GN Tobacco, contacted me earlier this year and asked me what data I needed to become comfortable with Olde Viking's heat pasteurization method. I replied that lab tests on the TSNA levels in a can just off the line and a can 4-6 months old would certainly be helpful.

He agreed. Lennart Melander, GNT's Vice President of Operations provided me with the lab reports over a period of months. The first I received in May and the latter just recently. Both tests were performed by Eurofins Scientific, the lab of choice for Swedish snus manufacturers. The first test on product just off the line came in at around 0.50 ppm which is excellent but not unexpected. The next report on the older product was more interesting. There were variables missing in the lab report but included in the email it was attached to. Assuming the variables in the email from Lennart were what EuroFins used when conducting the test, the TSNA levels were below 0.60 ppm, which is more than acceptable and a pleasant surprise."

Zum Vergleich aus oben stehender Tabelle:

Moist Snuff, Sweden
General 2.1 ppm
Ettan 2.0 ppm
Catch Licorice 2.0 ppm
Goteborgs Rape 2.2 ppm
Grovsnus 2.2 ppm

Festzuhalten ist also, dass der traditionelle Fermentationsprozess mit einer Lagerung von über 60 Grad Celsius für eine Woche offenbar einen besseren Effekt auf die TSNA-Werte hat, als die 4-stündige Pasteurisation bei 110 Grad Celsius, die von anderen Herstellern genutzt wird.

SM gibt auf seiner Website Werte von 2013 für das Gothiatekverfahren an, die immer noch über denen von Odens liegen - aber dennoch sehr niedrig sind:

NNN+NNK (mg/kg) 1.0 (entspricht 1.0 ppm)

Ähnliche Werte werden im Durchschnitt auch von anderen Herstellern erreicht. So bezieht sich der europäische Smokeless-Tobacco-Verband auf eine von der schwedischen Regierung veröffentlichte Studie aus dem Jahr 2002:

"In Sweden, there is no regulation regarding tobacco specific nitrosamines (TSNA) levels although the limit set by industry standards is 10 mg/kg (dry weight). In 2002, the Swedish National Food Administration published the results of an investigation into TSNA levels in snus products on the Swedish market - a mean value of 1.1 mg/kg was reported, which the Administration considered a low level."

Ich konnte die Studie leider nicht im Original finden. Allerdings wird sie auch von der FDA zitiert, was zumindest ihre Existenz zu belegen scheint.

Fazit: Beim Konsum von Odens Snus kann davon ausgegangen werden, dass sein TSNA-Gehalt sogar noch unter denen der großen Hersteller liegt.

Wer sich mit dem Thema Gesundheit und Snus eingehender beschäftigen möchte, kann sich eine ca. 300-seitige Auswertung der zum Snus vorliegenden wissenschaftlichen Literatur, die SM in bei Environ in Auftrag gegeben hat, durchlesen... ;)

Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »zarathustra« (17. Oktober 2014, 20:17)


Hawk

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30

Freitag, 17. Oktober 2014, 20:06

Schön Zarathustra,daß du das so recherchiert hast.Ich guck mir das später mal genauer an.Klasse Arbeit.Einen Dank an dich. :thumbup: